Großbrand in Patsch

Großbrand in Patsch

Meterhohe Flammen, eine kilometerweit sichtbare Rauchsäule, heulende Sirenen und das Einsatzstichwort „Brand Mehrfamilienhaus“. Mit diesen Eckdaten begann am Donnerstagnachmittag, dem 23.12.2021 ein Großeinsatz im Ortszentrum von Patsch.

Um kurz nach 16:00 Uhr rückte die Feuerwehr Patsch, die Berufsfeuerwehr Innsbruck und die Feuerwehr Igls zum Brandobjekt aus. Durch die immense Brandausbreitung und mehreren gefährdeten Nachbargebäuden wurden bis 16:25 Uhr die Feuerwehren Ellbögen, Lans, Sistrans, die Atemschutzfüllstation Mieders und weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr nachalarmiert.

Alarmierte Kräfte der Feuerwehr:

16:00 Uhr
FF Patsch mit MTF, TLF, KLF und 25 Mann
BF Innsbruck mit ELF, 1.Gruppe, DL-30 und 10 Mann
FF Igls mit TLF-H und 7 Mann

16:05 Uhr
FF Ellbögen mit TLF, KLF und 18 Mann

16:10 Uhr
FF Mieders (ATS-Füllstation) mit LAST und 2 Mann
FF Lans mit TLF, KLF, LAST und 25 Mann
BF Innsbruck mit ULF und 1 Mann

16:15 Uhr
BF Innsbruck mit DL-27 und 2 Mann

16:20 Uhr
FF Igls mit MTF, KLF, RF und 15 Mann

16:25 Uhr 
FF Sistrans mit TLF und 9 Mann

Weitere Kräfte:

Polizei mit 5 Beamten
Polizei mit Brandermittler

Rettungsdienst mit REF und 4 RTW
Rettungsdienst Sondereinsatzgruppe Steinach und Fulpmes

IKB AG mit Störmonteur

Anwesende Funktionäre der Feuerwehr:

Branddirektor BF Mag. Helmut Hager
Bezirksfeuerwehrinspektor OBR Michael Neuner
Abschnittskommandant ABI Werner Strobl

In der Zwischenzeit hatte sich das TLF Patsch östlich des Brandobjektes positioniert und eine erste Versorgungsleitung vom nächstgelegenen Hydranten hergestellt. Der Löschangriff wurde mit mehreren C-Strahlrohren und dem HD-Strahlrohr durchgeführt.

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr blieb westlich des Objektes stehen und stellte eine eigenständige Zubringleitung vom nächsten Hydranten bis zum ULF her. 

Vom Universallöschfahrzeug wurde das Wasser auf die Drehleiter zur Brandbekämpfung und auf mehrere Riegelstellungen für den Schutz von Nachbargebäuden verteilt.

Durch den Einsatz mehrerer Strahlrohre konnte die Brandausbreitung auf das nördlich angrenzende Gebäude verhindert werden.

Der Hauptbrand konnte von mehreren Atemschutztrupps nach ca. 30 Minuten eingedämmt werden. Genau zu diesem Zeitpunkt zeigten sich erste Brandanzeichen in Form von dunklem Rauch über dem Dachstuhl des östlichen Nachbargebäudes. Dies wurde sofort vom Einsatzleiter entdeckt und die zweite Drehleiter der Berufsfeuerwehr für eine Öffnung des Dachstuhles in Stellung gebracht. 

Mit Kettensäge und C-Strahlrohr gelang es den Entstehungsbrand einzugrenzen. Für das Löschen sämtlicher Glutstellen musste ein größerer Bereich des Daches abgedeckt werden.

Die offenen Flammen im Hauptobjekt waren bis 16:50 Uhr niedergekämpft und die Atemschutztrupps gingen mit Wärmebildkameras auf die Suche nach heißen Stellen und Glutnestern.

Für das Aufrüsten ihrer Atemschutzgeräte stellten Nachbarn ihre Garage inkl. Heizkanone zur Verfügung. Diese kleine Geste gestattete es den verschwitzten ATS-Trägern, sich in einem geschützte Bereich zu regenerieren und ihre Ausrüstung für einen weiteren Einsatz aufzurüsten. 

Durch den Einsatz großer Wassermengen kam es zwischen den zahlreichen Löschleitungen zu Glatteisbildung, welche durch Streuen von Splitt eingedämmt wurde.

Bis ca. 19:00 Uhr wurden mehrere Personen durch den Rettungsdienst aufgrund des Verdachtes einer Rauchgasvergiftung versorgt und in die Klinik gebracht. Die auswärtigen Feuerwehren beendeten ihren Einsatz und rückten in ihre Gerätehäuser ein.

Bildergalerie

Für die Nacht stellte die Feuerwehr Patsch eine Brandwache für beide betroffenen Objekte sicher.

Bericht: BFV IBK-Land
Bilder: zeitungsfoto.at (1. & 2. Bild), alle weiteren BFV IBK-Land