Feuerwehren üben Katastropheneinsatz

Ereignisse der Vergangenheit haben gezeigt, welch wichtige Bedeutung die organisierte und strukturierte Hilfe bei Katastrophen hat. Ob Hochwasser, Waldbrand oder extreme Schneefälle – dank etlicher Freiwilliger sind unsere Feuerwehren Garant für die rasche Hilfe in solchen Fällen. 

drohender Dammbruch

Ein Szenario dieser Art probten daher die Feuerwehren des Abschnittes Seefelder Plateau am Samstag, den 13. November 2021. Der drohende Bruch eines Teichdammes war dabei Ausgangslage für die Helferinnen und Helfer aller fünf teilnehmenden Plateaufeuerwehren.

Die um 08:00 Uhr in den Einsatz gerufene Reither Feuerwehr musste bei der Erkundung feststellen, dass die vorgefundene Lage nicht mehr alleine zu bewerkstelligen ist. Einsatzleiter OBI Martin GAPP ersuchte daher im Verlauf der Zeit die weiteren Feuerwehren um Unterstützung. 

3,7 Millionen Liter gepumpt

Um den fiktiven Dammbruch zu verhindern setzten die nach und nach eintreffenden Einsatzkräfte verschiedene Pumpen zur Entleerung des Retentionsbeckens ein. Von Tauchpumpen unterschiedlicher Größe über Schmutzwasser- bis hin zur Großraumpumpe bediente man sich an den zur Verfügung stehenden Mitteln. Bis zu 12 Pumpen gleichzeitig führten dabei letztendlich rund 3,7 Millionen Liter ab. Für die notwendige Energie konnte man auf leistungsstarke Stromaggregate zurückgreifen. 

Gemeinsames Lernen

Neben dieser Kernaufgabe galt es zudem alle anfallenden logistischen Tätigkeiten zu bestreiten. Holz musste herangeschafft werden, Treibstoffreserven galt es zu stellen und natürlich durfte auch die Verpflegung aller Kräfte nicht fehlen. Koordiniert wurde das Ganze über die errichtete Lageführung am Bereitstellungsraum beim Bauhof Reith.

 

Während der knapp sechs Stunden andauernden Übung hatten die Teilnehmer aber auch Zeit gegenseitig zu Lernen. Einschulungen an der Großraumpumpe sowie am STROMA 80 kVA aus Leutasch gehörten genauso dazu wie Fachgespräche unter den Feuerwehrmitgliedern.  

Bericht und Bilder: BM Maximilian Neuner