Waldbrand in Hochzirl

Waldbrand in Hochzirl in der Silvesternacht

Kurz vor dem Jahreswechsel am 31.12.2025 wurde die Feuerwehr Zirl von der Leitstelle Tirol alarmiert. Im Bereich Hochzirl war es zu einem Waldbrand gekommen, dessen Feuerschein auch vom Dorf aus sichtbar war. Aufgrund der zahlreichen eingehenden Meldungen wurde in weiterer Folge auch der Sirenenalarm in Zirl ausgelöst.

Aufgrund der unterschiedlichen Meldungen musste in der Erstphase zunächst der genaue Einsatzort lokalisiert werden. In weiterer Folge konnte innerhalb kurzer Zeit ein umfassender Erstangriff vom TLF 3000 aus aufgebaut werden. Die Wasserversorgung übernahm dabei das TLF der Feuerwehr Kematen, das Wasser aus einem Hydranten beim Landeskrankenhaus zum Einsatzort pendelte. Zusätzlich wurde die Berufsfeuerwehr Innsbruck nachalarmiert, welche Kontrollflüge mit der Drohne durchführte und wichtige Informationen zu Glutnestern im Hang lieferte.

Gegen 04:30 Uhr wurde der Einsatz vorübergehend beendet und der Flugdiensteinsatz für den nächsten Morgen vorbereitet. Ab 07:30 Uhr wurde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Reith ein Absprungplatz zur Wasseraufnahme für den Hubschrauber im Bereich Leithen aufgebaut. Die Wasserversorgung dort wurde mit dem GTLF der Feuerwehr Steinach und dem TLF Kematen sichergestellt. 

Am Einsatzort wurde im Kommandofahrzeug eine fliegerische Einsatzleitung eingerichtet und die Bodenbrandbekämpfung erneut aufgenommen. Dabei kam auch die Feuerwehr Gries/Sellrain zum Einsatz, welche im Abschnitt Kematen als Stützpunktfeuerwehr für die Bodenbrandbekämpfung fungiert. Zusätzlich sicherte die Bergrettung Innsbruck die eingesetzten Feuerwehrfrauen und -männer mit speziellen, brandbeständigen Seilen.

In mühevoller Handarbeit wurden die Glutnester aus dem Boden freigelegt und mit Wasser abgelöscht. Parallel dazu koordinierten die Flughelfer des Flugdienstes Innsbruck-Land gezielte Punktabwürfe der LIBELLE.

Kurz nach Mittag konnte nach einem weiteren Erkundungsflug vorläufig „Brand aus“ gegeben und mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. In den Abendstunden wurde der Brandbereich erneut mithilfe der Wärmebildkamera der Drohne kontrolliert. Da dabei keine weiteren Glutnester festgestellt wurden, konnte der Einsatz um 18:00 Uhr offiziell beendet werden.

Anwesend:

  • BFK OBR Thomas Reiner
  • BFI Michael Neuner
  • AK ABI Herbert Strickner
  • SGL Flugdienst LFV OBR Jörg Degenhard
  • Bürgermeister Thomas Öfner

Bericht: LM Lukas Lintner (ÖA BFV IBK-Land)
Bilder: FF Zirl, FF Gries/Sellrain, Flugdienst IBK-Land
Bearbeiter: LM Lukas Lintner (ÖA BFV IBK-Land)

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